Esche
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Bäume

 

"Inzwischen zog es mich regelmäßig in den Wald. Manchmal, wenn ich Kraft brauchte, stellte ich mich mit dem Rücken an eine Eiche oder eine Buche und genoss es, ihre Energien durch mich fließen zu lassen. Mein Lieblingsbaum jedoch wurde eine Schwarzerle. Bei ihr blieb ich regelmäßig stehen, hielt meine Hände an ihren Stamm und lehnte meine Stirn an ihre Rinde. Wenn mich etwas beschäftigte, was für mir unlösbar schien, dann öffnete ich ihr meine Gedanken und sie redete auf ihre Weise zu mit. Dinge waren mit einmal klar, die mir eben noch wie unter einem Schleier aus Nebel verborgen schienen. Ohne dass ich mir der Stimme der Erle bewusst wurde, hatte ich plötzlich eine Antwort auf meine Frage in mir." (aus meinen Erfahrungen)

Auch Dir ist es möglich, Deinen persönlichen Baum zu finden. Spüre einmal in Dich hinein oder versuche, Dich an Deine Kindheit zu erinnern. Welche Bäume wuchsen in Deiner Umgebung? Bei welchen Bäumen hast Du Dich am liebsten aufgehalten? Anhand dieser Erinnerungen kannst Du vielleicht einen Baumtyp finden, der besonders gut zu Dir passt.

Auch wenn Bäume einer bestimmten Art gewisse Ähnlichkeiten aufweisen, so ist doch jeder Baum ein Individuum. Sieh Dich nach einem Baumfreund in Deiner Nähe um, mit dem Du bei regelmäßigen Besuchen innere Zwiesprache halten kannst. Oder gehe einfach in den Wald und öffne Dich spontan für eine heilsame Baumbegegnung.

Bäume sind in der Regel gerne zur Zusammenarbeit bereit. Du solltest Deinen Freund vorher jedoch danach fragen. Oft ist ein Körperkontakt für beide Seiten angenehm. Berühre dabei Deinen Baum mit den Händen oder lehne Dich (stehend oder sitzend) mit dem Rücken an ihn. Schließe Deine Augen und achte auf die Energien, die zwischen Dir und Deinem Freund fließen. Frage ihn nach einem heruntergefallen Stück Holz, einem Ast oder Blättern.* Bitte ihn immer um Erlaubnis, bevor Du etwas von ihm mit Dir nach Hause nimmst.

Wenn Du zu Hause mit Deinem Baum arbeiten möchtest, versuche ihn zu visualisieren und Dich mit ihm zu verbinden. Lege Dir sein Geschenk (z. B. einen kleinen Ast) auf verschiedene Körperbereiche oder halte es einfach in Deinen Händen.

Denke bitte bei allen Baumkontakten daran, dass auch der stärkste Baum manchmal Ruhe braucht. Im Winter ist seine Kraft zurückgezogen in seinen Wurzeln, in der Phase des Knospens braucht der Baum viel Kraft für sich selber und auch bei starkem Regen und stürmischem Wetter solltest Du ihm möglichst Ruhe gönnen. Bäume besitzen wie wir einen Tag-Nacht-Rhythmus. Sie erwachen bei Sonnenaufgang und beginnen nach Sonnenuntergang zu schlafen.

 

* Vorsicht im Umgang mit Pflanzenteilen bei giftigen Bäumen (z.B. Eibe)! Visualisieren und Meditieren neben diesen Baumarten ist dagegen ohne Einschränkungen möglich.

 

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